Als ich einmal sehr deprimiert war, hat mir ein Freund, ein Pazifist aus Holland, etwas sehr Schönes gesagt:
" Die Leute im Mittelalter, welche die Kathedralen gebaut haben, haben sie ja nie fertig gesehen. Zweihundert oder mehr Jahre wurde daran gebaut. Da hat irgendein Steinmetz eine wunderschöne Rose gemacht, nur die hat er gesehen, das war sein Lebenswerk. Aber in die fertige Kathedrale konnte er nie hineingehen. Doch eines Tages gab es sie wirklich.
So ähnlich musst du dir das mit dem Frieden vorstellen."
Dorothee Sölle 
Das Ziel des Christen ist nicht eine private Seligkeit, sondern das Ganze. Er glaubt an Christus, und er glaubt darum an die Zukunft der Welt, nicht bloß an seine Zukunft. Er weiß, dass diese Zukunft mehr ist, als er selbst erschaffen kann. Er weiß, dass es einen Sinn gibt, den er gar nicht zu zerstören vermag. Aber soll er darum die Hände in den Schoß legen?
Im Gegenteil — weil er weiß, dass es Sinn gibt, darum kann er und muss er freudig und unverzagt das Werk der Geschichte tun, auch wenn er von seinem kleinen Ausschnitt her das Gefühl haben wird, es bleibe eine Sisyphusarbeit und der Stein des menschlichen Geschicks werde nur immer neu, Generation um Generation, nach oben gerollt, um ebenso neu immer wieder zu entgleiten und alle Bemühungen von vorher zuschanden zu machen. Wer glaubt, weiß, dass es „vorwärts" geht, nicht im Kreis (...).
Josef Ratzinger 

Und jetzt holt uns der Alltag wieder ein
da ist der Ort, uns zu bewähren
das Ungewöhnliche, das uns gestern noch Flügel gab
ist heut unsere Kraft, um aufrecht zu stehen
Wir suchen miteinander
und wir teilen Zeit und Raum
wir leben jetzt, im Augenblick
wir finden die Wärme
was sonst ist, rührt uns kaum:
wir leben heute, in unserm kleinen Glück
Wir sind nicht allein und wir haben ein Ziel
wir wissen's, der Weg ist noch weit
wir denken und planen, wir spüren: wir sind
wir leben ein Stückchen der Ewigkeit
Wir machen uns auf, wir teilen uns mit
wir singen, wir lachen, wir sehn:
wir machen gemeinsam den nächsten Schritt
denn allein kann keiner bestehen
Und jetzt wird sich zeigen, was übrig blieb
ob das, was uns gestern trug, hält
ob unsere Lieder, unsre Worte Versprechen sind
die uns halten an unserm Platz in der Welt
Denn jetzt holt uns der Alltag wieder ein
da ist der Ort, uns zu bewähren
das Geheimnis, das uns gestern noch Flügel gab
soll heut unsre Kraft sein, um aufrecht zu stehen!
Ilse Schulenburg 
Minispinatquiche
Zutaten:
150g Spinat
Pfeffer, Salz, Knoblauch
50 g Creme Fraiche 1 Eier
2 Platten Blatterteig
2 TL Pinienkerne
Spinat fein hacken und mit wenig Wasser (1-2 EL) in einen kleinen Topf geben. Spinat erwärmen und mit Pfeffer, Salz und durchgepresstem Knoblauch würzen. Spinat vom Herd nehmen und beiseite stellen. Creme Fraiche mit dem Spinat verrühren. 1 kleines Ei verquirlen und unter den Spinat geben. Blatterteig nebeneinander auf eine leicht bemehlte Arbeitsflache legen und ca. 10 Minuten auftauen lassen. Inzwischen Ofen auf 220° vorheizen. Blatterteigscheiben an den Kanten übereinander legen, dünn mit Mehl bestreuen und dünn ausrollen. Den Teig etwas größer als den Boden der Papiermuffinsformen ausstechen.. Formen mit dem Blatterteig auskleiden, so dass dieser an den Seiten etwas hoch steht. Blatterteig am Boden mit einer Gabel einstechen. Spinat auf dem Blatterteig verteilen. Pinienkerne ohne Fett in eine kleine Pfanne geben und unter Rühren auf mittlerer Temperatur so lange rösten, bis sie anfangen zu duften. Pinienblumenkerne auf den Quiche mit Spinat verteilen. Papiermuffinsformen in ein Muffinbackblech geben und im vorgeheizten Ofen bei 220° auf der mittleren Schiene ca. 25 Minuten backen, bis die Ränder vom Blatterteig goldgelb sind.



|