"Freundschaft - eine göttliche Beziehung"

 

Ich - eine Zumutung

 

Blaise Pascal hat einmal gesagt: "Die meisten Probleme dieser Welt basieren darauf ,dass der Mensch nicht in der Lage ist, auch nur eine Stunde ruhig auf einem Stuhl zu sitzen."

Es ist ja schon schlimm, eine Stunde mit einer unsympathischen Person verbringen zu müssen. Aber für viele von uns ist es noch unerträglicher, eine Stunde nur mit uns selbst zu verbringen, ohne Ablenkung.

Doch ausgerechnet diese Person, deren Gegenwart Sie selbst nicht mal eine Stunde unabgelenkt aushalten, wollen Sie anderen Menschen zumuten?

Sie finden mit sich selber ganz offensichtlich keinen Frieden - was wollen Sie denn im Kontakt mit Ihren Mitmenschen anderes säen als eben diesen Unfrieden, den Sie in Ihrem Herzen tragen?



Die Lehrerin 

 

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schülerin der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, Sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten.

Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern .. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen" ,waren die Kommentare.

Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schülerwaren glücklich mit sich und mit den anderen.

Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathe Lehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen."

Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marksfrüheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche." Das wurde gefunden, als Mark gefallen ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Lade in meinem Schreibtisch". Chucks Frau sagte: "Chuck bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Marilyn. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Vicki und meinte dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt."

Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.

Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind. Sag es ihnen, bevor es zu spät ist.


"Personal" Jesus

 

Ein Freund ist jemand der einfach da ist, der sich sorgt, der dir die Kraft gibt, der dich versteht. Jemand, der dir das Vertrauen zurückgibt.

Jemand der zuhört, der hinterfragtund auch vergeben kann.

Ich bin mir sicher, dass es für jeden einen solchen „Personal Jesus" gibt. Es ist ein Privileg, einen Freund oder eine Freundin an seiner Seite wissen zu können. Wer einen solchen Menschen gefunden hat, kann sich glücklich schätzen. Der Suchende hatte das Glück.


Manche Menschen wissen nicht…

 

Manche Menschen wissen nicht

wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht

wie gut es tut, sie nur anzusehen.

Manche Menschen wissen nicht

wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.

Manche Menschen wissen nicht

wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht

wie viel ärmer wir ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht,

dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

Sie wüssten es,

würden wir es ihnen sagen.

 

 

 

 


TonArt Bochum






Rosmarin

 

Rosmarin wächst wild an den Küsten des Mittelmeeres. Den Ägyptern, Griechen, Römern und Juden war der Rosmarin heilig. Die Griechen weihten den Rosmarin der Aphrodite; Jungfrauen waren mit Rosmarin bekränzt. Die Römer brachten den frostempfindlichen Rosmarin nach Mitteleuropa. Rosmarin galt als Grün der hoffenden Liebenden und als Liebesbeweis. Junge Paare steckten einen Rosmarinzweig in die Erde, wuchs er an, verhieß dies Glück für die Ehe. Allgemein galt Rosmarin als Sinnbild für Treue und Verläßlichkeit, er sollte das Gedächtnis stärken und war daher das Symbol der Treue für Liebende. Er sollte auch Geister abwehren. Zur Luftreinigung wurde Rosmarin in Krankenzimmern verbrannt und in Pestzeiten ein Säckchen mit Rosmarin um den Hals getragen, um eine Ansteckung zu verhindern.

Jacobus Theodorus Tabernaemontanus über den Rosmarin: "... gehöret in die Küchen / Keller und Apothecen / darum daß alle Speiß und Tranck mit Roßmarin zubereitet / lieblich und wol schmecken / auch zu vielen Gebresten dienlich ist."