
Mein Name ist Batseba.
Noch während meiner Ehe mit Urija verführte mich König David und zeugte ein Kind mit mir.
Urija war Soldat in Diensten König Davids und wurde durch eine List Davids im Kampf getötet.
Dadurch machte der König mich zur Witwe und für sich den Weg frei, mich zu heiraten.
Mein erstes Kind mit David starb bald darauf.
Später brachte ich unseren Sohn Salomo auf die Welt.
Ich kämpfte dafür, dass Salomo die Nachfolge Davids als König antreten konnte. 
Ich bin Rahab.
Wir Bewohner Jerichos hatten Angst vor den Israeliten
und der Macht Gottes. wir verriegelten die tore der Stadt.
Ich aber hatte das Gefühl, dass der Glaube uns wieder auf den rechten Weg bringen würde. Deshalb ließ ich die Kundschafter der Israeliten in Jericho ei, und versteckte sie. Ich nahm ihenen das Versprechen ab, mich und meine Familie bei der Eroberung der Stadt zu verschonen. So wurden wir selbst zu gläubigen Israeliten. 
Ich bin Tamar.
Zunächst war ich eine ganz normale Ehefrau - bis ich um mein Recht betrogen wurde. Von zwei Söhnen des Juda konnte ich kein Kind empfangen. Der Dritte wurde mir verweigert.
Ein Leben - kinderlos, chancenlos, einsam und arm wartete auf mich. Doch Gott hatte anderes mit mir vor.
Ich fragte mich, wie komme ich zu meinem Recht auf Leben? In meiner Not hörte ich auf mit dem Warten auf Gerechtigkeit, ich ergriff selbst die Initiative. Ich musste meine Rolle verändern um das zu bekommen, was ich zum Leben brauchte.
Dabei musste ich Wege beschreiten, die gefährlich waren. Wäre ich entdeckt worden, wäre ich des Todes gewesen. Ich musste moralische Grenzen überschreiten um mein Ziel zu erreichen und wieder am Leben teilhaben zu können.
Durch eine kluge Strategie empfing ich Zwillinge von Juda, meinem Schwiegervater. 
Mein Name ist Rut.
Ich bin eine Moabiterin.
Nach dem Tode meines Mannes Machlon sollte ich eigentlich - wie damals bei uns üblich- zu meiner Familie zurückkehren. Ich wollte aber meine Schwiegermutter Noomi als Witwe nicht alleine und unversorgt zurücklassen. So verließ ich mit ihr meine Heimat und begleitete sie zurück in das Land Juda. In Bethlehem angekommen, sorgte ich für sie und heiratete mit kluger Überlegung Boas, einen entfernten Verwandten meines verstorbenen Mannes. Durch die Geburt unseres Sohnes Obed waren Erbe und Altersversorgung meiner Schwiegermutter gesichert. 
Ich hatte mich so auf mein Kind gefreut und wie jeder Mutter war mir klar, dass mein Kind außergewöhnlich sein würde.
Aber schon die Geburt war nicht einfach - ohne Mutter, Schwester oder Hebamme, die uns beigestanden hätte in diesem kalten, zugigen Stall.
In seiner Pubertät hat er mich manches Mal zur Verzweiflung gebracht, so wie bei unserer Pilgerfahrt nach Jerusalem, als wir ihn stundenlang gesucht haben, während er - ohne den Hauch eines schlechten Gewissens - im Tempel diskutierte. Mehr noch: ich wäre vor Scharm fast im Boden versunken als er meinen Mann Josef bloß stellte und ihm vorwarf „Warum habt ihr mich gesucht? Wusste ihr nicht , dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?"
Er konnte auch sonst schon mal einen harten Ton anschlagen. Bei der Hochzeit zu Kana hat er mich mit den Worten abfertigt: „ Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen" anstatt auf meine Bitte einzugehen und den Gastgebern zu helfen.
Ich habe mir oft Sorgen gemacht, dass seine ganzen öffentlichen Auftritte eine schlimmes Ende nehmen und Schande über unsere Familie bringen würden, doch er hat die Familie einfach ignoriert.
Aber ich war seine Mutter bis zu seiner letzten, bitteren Stunde am Kreuz.
Jesus war ein ganz außergewöhnlicher Sohn. Er musste seinen Weg gehen und was er bewegt hat, ist zu einer weltumspannenden Bewegung geworden. 
Aktiv fühlen wir uns kraftvoll und lebendig, voll unbändiger Energie. Dabei müssen wir gut in uns hinein hören und spüren, was für uns stimmt und wie wir handeln müssen.
Unsere innerste Kraft hilft uns, das Schwere in unserem Leben leichter zu tragen. Unsere innere Stimme leitet uns. Mit Klugheit und Risikobereitschaft erreichen wir das, was für uns lebensnotwendig ist.
Unsere innerste Kraft, unsere innerste Stimme - Gott - hat uns unseren Weg gezeigt und hat uns zu den Stammmüttern Jesu werden lassen.
Er wirkt so, wie er will, nicht wie die Menschen es sich vorstellen. 


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