


Wir laden euch ein, mit uns gemeinsam verschiedene Körperhaltungen
kennen zu lernen, selbst aus zu probieren und vor allem zu „erfahren“.
SITZEN
Wir beginnen im Sitzen.
Stelle zuerst einmal beide Füße auf den Boden,
etwa eine handbreit auseinander.
Nutze die ganze Sitzfläche deines Stuhles aus,
so dass dein Po hinten die Stuhllehne berührt.
Lehne dich mit dem Rücken an die Lehne an und lenke deinen Blick
auf einen festen Punkt im Kirchraum.
So kannst du aufmerksam sein, zuhören.
Es gibt noch eine andere Haltung im Sitzen,
die wir euch gerne vorstellen möchten.
Dazu stelle wieder beide Füße auf den Boden, jetzt aber weit auseinander.
Nutze die ganze Sitzfläche deines Stuhles aus,
so dass dein Po hinten die Stuhllehne berührt.
Stütze die Ellbogen auf den Knien auf und lege deinen Kopf in deine aufgestützten Hände mit der Blickrichtung nach unten und vielleicht die Augen schließen.
Das ist der so genannte „Kutschersitz“, der mehr zum „Innehalten“, „Still-Werden“, „Besinnen“ einlädt, - auch zum Zuhören, ohne dass mich andere (visuelle) Eindrücke ablenken können.
STEHEN
So, nun bitte ich Euch aufzustehen
Stelle deine Füße etwa eine handbreit auseinander.
Verlagere dein Gewicht mal mehr nach vorne - , nach hinten - ,
nach links - und nach rechts - … und finde so deine Mitte, den Punkt, an dem du deine Füße gleichmäßig belastest.
Spüre den festen Boden unter deinen Füßen.
Drehe deinen Kopf nach links - , nach rechts - .
Hebe deine Schultern und lasse sie langsam wieder sinken….
Stell’ dir einen Marionettenfaden an deinem Kopf vor, der dich leicht nach oben zieht, bis du eine gerade und entspannte Haltung gefunden hast. Senke dein Kinn ein wenig. Du kannst deinen Blick auf den Boden richten (vielleicht die Augen schließen), auf dein Gegenüber, auf einen Punkt im Raum - so wie du es brauchst.
Das Stehen ist die dem Menschen spezifische Körperhaltung und auch in Gebet und Gottesdienst die normale Körperhaltung. (So heißt es ja auch im Hochgebet „vor dir zu stehen und dir zu dienen“)
Wer steht ist aufmerksam. Im Stehen liegt etwas Gespanntes, Waches. Es bedeutet, dass wir bereit sind, denn wer steht, der kann sofort auf und davon gehen.
In unserem abendländischen Kulturkreis ist das Stehen auch Ausdruck der Hochachtung, der Ehrfurcht oder gar der Verehrung.
Und manchmal zeigt sich im Stehen auch stürmische Begeisterung, wenn es etwas die Menschen im Fußballstadion von den Sitzen reißt.
HÄNDE FALTEN
Wir richten unsere Aufmerksamkeit nun auf unsere HÄNDE.
Lege deine Hände so zusammen, wie du es beim Beten gewohnt bist und wir entdecken, dass es unterschiedliche Formen gibt und probieren sie einmal gemeinsam aus:
Du kannst die ganzen Handflächen aneinander legen.
Du kannst die Finger oder nur die Handflächen verschränken.
Du kannst die Hände und Unterarme vor der Brust kreuzen, so dass die Fingerspritzen die Schultern berühren.
Wer die Hände faltet, sammelt sich, wird ruhig, konzentriert sich.
(Ursprünglich waren die aneinandergelegen Hände Ausdruck von Gehorsam und Treue und Hingabe an einen Höheren.)
HÄNDE ÖFFNEN
Wir möchten mit euch nun noch eine besondere Haltung der Hände ausprobieren, die wir in unseren Gottesdiensten vor allem während der Gabenbereitung beim Priester sehen.
Bitte strecke beide Arme nach vorne - deine Handflächen zeigen dabei nach oben.
Nun breite deine Arme aus und spüre nach, welche Armhaltung dir angenehm ist.
Vielleicht kannst du deine Arme noch ein wenig senken oder doch höher heben
Versuche die Arme mehr anzuwinkeln oder ganz gestreckt zu lassen, wie zu Beginn.
Wähle nun die Position, in der du dich wohl fühlst.
Wer die Hände emporhebt und öffnet, ist bereit zur offenherzigen Kommunikation. Die offnen Hände zeigen die Bereitschaft zu empfangen, die Öffnung gegenüber unserer Außenwelt.
VERBEUGEN
Zum Schluss wollen wir uns VERBEUGEN.
Bitte verbeuge dich so tief, wie es dir angenehm ist. Bleibe eine Weile in dieser Haltung und erfahre so, was du dabei empfindest.
Richte dich nun langsam wieder zu deiner ganzen Größe auf und spüre nach, wie du dich in dieser aufrechten Haltung fühlst.
Wer sein Haupt neigt, sich beugt, der macht sich klein. Durch die Verneigung oder auch das Niederknien werden Demut und Ehrfurcht, Buße und Huldigung ausgedrückt. Die Verbeugung finden wir auch zur Begrüßung.
Wir haben einige Körperhaltungen gemeinsam ausprobiert.
Jeder Einzelne hat seine Erfahrungen damit gemacht.
Wir hoffen, ihr konntet Neues entdecken, erspüren …
und könnt nun die Haltung finden, mit der jeder Einzelne von euch sein Gebet, seine individuelle Auseinandersetzung mit Gott am besten zum Ausdruck bringen kann, denn wir sind nicht auf bestimmte Gebetshaltungen festgelegt.
Auch hier im Gottesdienst bleibt bitte stehen, wenn euch nicht nach sitzen zumute ist. Haltet eure Hände wie euer Gefühl, euer Herz es euch sagt, offen, geschlossen oder gekreuzt, hebt euren Blick oder verneigt euch. Dazu möchten wir euch heute einladen.

Der Lärm in meinem Kopf war betäubend, alles in mir schrie nach Alkohol. Schockiert musste ich erkennen, dass ich selbst in diesem Behandlungszentrum, in dieser angeblich sicheren Umgebung, ganz ernsthaft in Gefahr war. Das machte mir eine Heidenangst.
In diesem Augenblick gaben meine Beine fast wie von selbst nach, und ich sank auf die Knie. In der Abgeschiedenheit meines Zimmers flehte ich um Hilfe. Ich hatte keinen Begriff davon, mit wem ich da redete, ich wusste nur, dass ich mit meiner Kraft am Ende war und den Kampf verloren gegeben hatte.
Dann fiel mir ein, was ich über Kapitulation gehört hatte. Nie hätte ich gedacht, dass ich dazu fähig wäre, weil mein Stolz das einfach nicht zulassen würde, aber jetzt wusste ich, allein würde ich es nicht schaffen, also bat ich um Hilfe, sank auf die Knie und kapitulierte.
Und nach wenigen Tagen bemerkte ich, dass etwas mit mir geschehen war. Ein Atheist würde wahrscheinlich sagen, da habe sich eben meine Einstellung geändert, und in gewisser Weise stimmt das sogar, aber es steckte noch sehr viel mehr dahinter. Ich hatte einen Ort gefunden, an den ich mich wenden konnte, einen Ort, von dem ich immer gewusst hatte, dass es ihn gab, an den ich aber nie wirklich hatte glauben wollen.
Von diesem Tag an bis zum heutigen habe ich jeden einzelnen Morgen gebetet, auf den Knien gelegen und um Hilfe gefleht, und jeden einzelnen Abend habe ich für mein Leben und, vor allen Dingen, für meine Nüchternheit gedankt. Auf den Knien, weil ich spüre, dass ich mich beim Beten erniedrigen muss, und mehr geht bei meinem Ego nicht.
Wenn ihr fragt, warum ich das alles mache, will ich es euch sagen... weil es funktioniert. So einfach ist das. In der ganzen Zeit, seitdem ich nüchtern bin, habe ich nicht ein einziges Mal ernsthaft daran gedacht, Alkohol oder Drogen zu mir zu nehmen. Ich habe kein Problem mit Religion, und ich bin mit einer großen Neugier auf spirituelle Dinge aufgewachsen, aber meine Suche hat mich von der Kirche und gemeinsamem Gebet weg- und zu einer Reise in mein Inneres hingeführt.
Vor meiner Genesung fand ich meinen Gott in der Musik und in den Künsten, bei Schriftstellern wie Hermann Hesse und Musikern wie Muddy Waters, Howlin’ Wolf und Little Walter. In gewisser Weise und in gewisser Form war mein Gott schon immer da, aber jetzt hatte ich gelernt, mit ihm zu sprechen.
Auszug aus der 2007 erschienen Autobiographie „Mein Leben" von Eric Clapton 
Brot mit roten Zwiebeln
Das hier angegebene Rezept reicht für ein Blech.
Für den Teig:
500 g Mehl Typ 405
21 g frische Hefe
1/4 L lauwarmes Wasser
1/2 TL Zucker
1 TL Salz
frischer gemahlener Pfeffer
1 Eigelb
1 EL Schweineschmalz
1 EL Olivenöl
Für den Belag:
ca. 100 g Rote Zwiebeln
1 Eiweiß
grobes Meersalz
grob gemahlener Pfeffer
Das Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde
drücken. Die Hefe hineinbröckeln und mit ein wenig Wasser auflösen.
Mit dem restlichen Wasser, dem Zucker, Salz, Pfeffer, Eigelb, Schmalz und Olivenöl zu einem glatten Teig verarbeiten. Zugedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Dann den Teig erneut durchkneten und mit Mehl bestäuben. Anschließend auf einem Backblech ausrollen. Die roten Zwiebeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. Den Teig mit verquirltem Eiweiß bestreichen und die Zwiebelscheiben darauf legen. Mit dem restlichen Eiweiß bestreichen, mit Salz und Pfeffer bestreuen. Das Brot bei 200° C im vorgeheizten Backofen ca 20 bis 25 Minuten backen. 
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